5. Zielsetzungen und Aktivitäten
5.1 Durchgeführte Aktivitäten und erzielte Ergebnisse
Im Einzelnen handelt es sich um die folgenden strategischen Aktivitäten:
1. Förderung, Orientierung und Animation = 9.000 Euro (3.273 Euro Fun und, 5.727 Euro Extra Fun)
- Bildungseinrichtungen als Unterstützung für den Dritten Sektor
Bildungseinrichtungen (Universitäten, Forschungszentren, technische Institute) spielen eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung des Dritten Sektors, insbesondere im derzeitigen Kontext des Übergangs zur vollständigen Umsetzung des Kodex für den Dritten Sektor. Diese Unterstützung äußert sich in Form von Weiterbildung, Forschung, Qualifizierung und der Förderung von Partnerschaften für soziale Innovation.
Auch in der Autonomen Provinz Bozen wird die Zusammenarbeit zwischen dem Dritten Sektor (Vereine, soziale Genossenschaften, gemeinnützige Organisationen) und Bildungseinrichtungen (Schulen und Universitäten) intensiviert, um neue berufliche Kompetenzen auszubilden und die Sozialwirtschaft zu fördern. Die Universitäten bieten spezifische Studiengänge an (Recht/Management, Sozialwirtschaft), während die Schulen Freiwilligenarbeit und Projekte zur aktiven Bürgerbeteiligung integrieren, um zukünftige Bürger und Praktiker auszubilden.
Bildungseinrichtungen (Schulen, Universitäten und Berufsbildungszentren) spielen eine Schlüsselrolle bei der Unterstützung des Dritten Sektors, indem sie als Katalysatoren für Kompetenzen, Innovation und bürgerschaftliches Engagement fungieren. Diese Zusammenarbeit beschränkt sich nicht auf den Bildungsbereich, sondern schafft ein Ökosystem, in dem der gemeinnützige Sektor zu einem Labor für Lernen und territoriale Entwicklung wird.
Hauptbereiche der Unterstützung
Die Beziehung zwischen Bildungszentren und der Welt der Verbände (einschließlich des Dritten Sektors, Berufs- und Freiwilligenverbänden) ist ein zentrales Ökosystem für die Verbesserung der Kompetenzen, die soziale Eingliederung und die Entwicklung des Humankapitals. Diese Kooperationen reichen von der Weiterbildung von Freiwilligen bis hin zu spezifischen beruflichen Qualifikationen.
Die Synergien zielen darauf ab, das theoretische Wissen der Universitäten mit der praktischen Erfahrung vor Ort zu verbinden, um der heutigen sozialen Komplexität gerecht zu werden.
Konkret wurden in Südtirol die folgenden Initiativen realisiert
2. Beratung, Unterstützung und Begleitung = 131.000 Euro (47.644 Euro Fun, 70.816 Euro Extra Fun)
- Alternativen zur klassischen öffentlichen Finanzierung
Um neue Finanzmittel zu erhalten, müssen sich Organisationen des Dritten Sektors zu hybriden Modellen entwickeln, die traditionelle Ressourcen (Ausschreibungen, Spenden) mit innovativen Finanzinstrumenten und Impact Finance kombinieren.
Zusätzlich zu den traditionellen öffentlichen Ausschreibungen verfügt der Dritte Sektor heute über innovative und soziale Finanzinstrumente, die es ihm ermöglichen, seine Einnahmen zu diversifizieren und langfristige Projekte zu unterstützen.
Seit dem Jahr 2025 widmet sich das DZE Südtirol mit gezielten Strategien den folgenden Themen
Ein neues Projekt, das 2025 ins Leben gerufen wurde und vom DZE Südtirol verwaltet wird, ist das Corporate Fundraising
Corporate Fundraising ist eine Strategie, die es einer gemeinnützigen Organisation ermöglicht, durch die Zusammenarbeit mit Unternehmen Mittel zu beschaffen. Dabei geht es nicht einfach darum, ein Unternehmen um einen Beitrag zu bitten, sondern eine Beziehung zu ihm einzugehen, sein Vertrauen zu gewinnen und eine Zusammenarbeit zu gestalten, die für alle Beteiligten einen Mehrwert schafft (Win-Win-Win-Ansatz). Dies ist eine Aktivität, die der (ehrenamtliche oder bezahlte) Fundraiser ebenfalls in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen planen und programmieren muss. Je ausgefeilter die Fundraising-Instrumente der Unternehmen werden, desto mehr sollte das technische Wissen des Fundraisers angepasst werden.
Zunächst ist es ratsam, zu prüfen, welches Unternehmen angesprochen werden soll, und gleichzeitig zu überlegen, welche Zusammenarbeit oder welches Instrument für den gewählten Partner in Frage kommt. Es gibt viele Beweggründe, die ein Unternehmen dazu veranlassen können, eine gemeinnützige Organisation zu unterstützen: die Werte des Unternehmers oder Managers, Imageförderung, Marketing- und Vermarktungsstrategien, Verbesserung des Unternehmensklimas oder die Identifizierung gemeinsamer Ziele.
Der finanzielle Beitrag ist eines der möglichen Ziele des Corporate Fundraising, sicherlich nicht das einzige und nicht einmal das entscheidende.
Die Instrumente des Corporate Fundraising können in 3 Bereiche eingeteilt werden.
Zu den wichtigsten Möglichkeiten, die dieser neue Rahmen bietet, gehören:
Das „Public Administration and Third Sector Partnership Desk“ des DZE Südtirol stellt einen grundlegenden Bezugspunkt dar, um die Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Einrichtungen und Einrichtungen des Dritten Sektors zu erleichtern, im Einklang mit den Grundsätzen der gemeinsamen Verwaltung, die durch die Reform des Dritten Sektors (Gesetzesdekret 117/2017) sanktioniert und durch das neue Gesetzbuch für öffentliche Aufträge bestätigt wurden.
Was bietet das DZE Südtirol Partnership Desk?
Das genannte Paket fördert auch und vor allem die verschiedenen Formen der Zusammenarbeit, die in der Gesetzgebung vorgesehen sind:
Im Folgenden werden die wichtigsten Dienstleistungen des umfassenden Helpdesks des DZE Südtirol aufgeführt:
Beispiele aus der täglichen Erfahrung:
Das DZE Südtirol arbeitet oft in Synergie mit der öffentlichen Verwaltung und der lokalen Referenzstiftung, um die Integration und Unterstützung von Aktivitäten von allgemeinem Interesse zu erleichtern.
3. Ausbildung = 66.500 Euro (24.186 Euro Fun 42.314 Euro Extra Fun)
- Verwaltung der Mehrwertsteuer
Die derzeitige Situation (Anfang 2026) in Bezug auf die MwSt.-Registrierung von Vereinen, Einrichtungen des Dritten Sektors, Amateursportverbänden ist durch erhebliche Verschiebungen und den Beginn der Steuerreform mit dem Übergang von der alten „Ausschluss“-Regelung zur neuen MwSt.-Befreiungsregelung gekennzeichnet.
Hier sind die wichtigsten Punkte
Das Szenario, das die Arbeit des DZE Südtirol für fast das gesamte Jahr 2025 begleitet hat, sieht wie folgt aus:
Hier finden Sie einen Überblick über die Beratungsdienste für den Dritten Sektor, die von den Mitarbeitern des CSV Südtirol angeboten werden:
Manager im Dritten Sektor zu sein bedeutet heute auch, die soziale Mission mit einem rigorosen Management in Einklang zu bringen, das durch die Reform des Dritten Sektors notwendig wurde. Der gute Wille allein reicht nicht mehr aus: Die Figur des Non-Profit-Managers muss Transparenz, wirtschaftliche Nachhaltigkeit und soziale Wirkung gewährleisten.
Diese Rolle bringt rechtliche und verwaltungstechnische Belastungen mit sich, die häufig denen eines Unternehmensmanagers ähneln, jedoch mit spezifischen Einschränkungen:
Als DZE Südtirol heben wir die Merkmale der Managementfunktion im Dritten Sektor hervor
Aber wir haben auch die wichtigsten Herausforderungen in diesem Zusammenhang im Griff:
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Manager des dritten Sektors als „High Social Impact Manager“ agiert, der den sozialen Auftrag durch professionelles Management in greifbare Ergebnisse umsetzt
Das DZE Südtirol zeigt auf, wie Vereine verschiedenen Arten von Risiken ausgesetzt sind:
Das Engagement des DZE Südtirol geht in die Richtung eines angemessenen Risikomanagements, das sich laut dem Expertenpool des DZE Südtirol in drei grundlegende Phasen gliedert
1. Risikoidentifizierung: Kartierung potenzieller vereinsbezogener Gefahren.
2. Analyse und Bewertung: Bestimmung der Wahrscheinlichkeit des Eintretens eines Ereignisses und der möglichen Auswirkungen.
3. Minderung und Überwachung: Umsetzung von Präventions-, Schutz- oder Risikotransfermaßnahmen (z.B. Versicherungen).
In der Einzel- und Gruppenberatung der CSV Südtirol werden auch die so genannten Spezifischen Pflichten und Sicherheitsmaßnahmen konkret analysiert:
Es wird auch über Instrumente und Sensibilisierung gesprochen:
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es unerlässlich ist, in das Risikomanagement zu investieren, um von einem reaktiven zu einem proaktiven Management überzugehen und die langfristige Nachhaltigkeit der Vereinigung zu gewährleisten.
4. Information und Kommunikation = 42.100 Euro (15.311 Euro Fun, 22.017 Euro Extra Fun)
- Organisation von Veranstaltungen im Dritten Sektor
Die Organisation von Veranstaltungen ist für Vereinigungen von entscheidender Bedeutung, um die Sichtbarkeit zu erhöhen, für die Sache zu werben, Mittel zu beschaffen (Fundraising) und Mitglieder und Freiwillige zu binden. Diese Initiativen stärken die Marke des Vereins, erleichtern die Vernetzung und schaffen internen Zusammenhalt, so dass die Unterstützer zu einer aktiven Gemeinschaft werden.
Die Organisation von Festen und Veranstaltungen für Vereine erfordert eine sorgfältige Planung, insbesondere angesichts der jüngsten Vorschriften, die eine größere steuerliche und bürokratische Strenge vorschreiben.
Den Gemeinschaftssinn stärken, das eigene Gebiet lebendiger und attraktiver machen, Spenden sammeln, ein lokales Produkt fördern oder ein lokales Jubiläum bekannt machen: Es gibt viele Gründe, ein Fest oder ein Dorffest zu organisieren.
Für eine erfolgreiche Veranstaltung ist eine sorgfältige Planung erforderlich, bei der rechtliche Aspekte, Sicherheit und Kommunikation berücksichtigt werden müssen.
Die praktischen Ratschläge des DZE-Expertenteams lauten: Rechtzeitige Planung (mindestens 3-4 Monate) für den bürokratischen Teil und ständige Kontrollen des Veranstaltungsortes, um kritische Probleme zu vermeiden.
Newsletters und soziale Medien
In der heutigen hochdigitalisierten Umgebung sind Newsletter und soziale Medien keine optionalen Instrumente mehr, sondern unverzichtbare strategische Ressourcen für den dritten Sektor. Sie ermöglichen es gemeinnützigen Organisationen, die Kluft zwischen dem Bedürfnis nach Sichtbarkeit und den oft begrenzten Ressourcen zu überbrücken, indem sie Engagement, Transparenz und Fundraising erleichtern.
Wir behandeln die häufigsten und wichtigsten zu berücksichtigenden Aspekte:
Es lohnt sich, Folgendes zu analysieren
Soziale Medien (Facebook, Instagram, LinkedIn, etc.) sind der Schlüssel zur Erweiterung der Unterstützerbasis und geben Anliegen eine Stimme.
Bei der Arbeit des DZE Südtirol im Jahr 2025 haben sich Bedürfnisse herauskristallisiert, die hier aufgelistet sind:
Schließlich betrachten wir die Integration als ein wichtiges Kommunikationssystem für die Zukunft.
Maximale Wirksamkeit wird durch die Integration von Newslettern und sozialen Medien in eine kohärente digitale Strategie erreicht.
Eine technische Diskussion ist notwendig, um ein kooperatives und wertvolles Klima zwischen den Organisationen des Dritten Sektors und der Autonomen Provinz Bozen zu schaffen.
Vorschläge in diesem Zusammenhang sind:
5. Forschung und Dokumentation = 29.000,- Euro (10.547 Euro Fun, 18.453 Extra Fun)
- Künstliche Intelligenz und ihre Auswirkungen auf den Dritten Sektor
Künstliche Intelligenz (KI) wirkt im Dritten Sektor als Katalysator für soziale Innovation, optimiert die Verwaltung von Ressourcen, Freiwilligen und Spendern, senkt die Betriebskosten und verstärkt die soziale Wirkung. Sie automatisiert sich wiederholende Aufgaben, verbessert die personalisierte Kommunikation und erleichtert die Analyse der territorialen Bedürfnisse. Die ethische und verantwortungsbewusste Annahme ist von entscheidender Bedeutung, wobei die Leitlinien auf den Schutz der Menschenwürde und die Transparenz ausgerichtet sind.
Die Integration künstlicher Intelligenz (KI) in den dritten Sektor stellt für gemeinnützige Organisationen einen strategischen Wandel dar, der ihre operative Effizienz und soziale Wirkung verändert. Bis zum Jahr 2025 werden rund 70 Prozent der Organisationen bereits generative KI-Tools einsetzen, hauptsächlich für die Kommunikation und das Fundraising.
In einem konkreten Projekt im Rahmen der Forschung und Dokumentation wurden zahlreiche Mitgliedsorganisationen des DZE Südtirol im Jahr 2025 mit dem vom DZE Südtirol beauftragten Experten Markus Falk konfrontiert, der den Nutzern und Mitgliedern des DZE Südtirol Folgendes präsentierte und veranschaulichte
Ausbildung und Qualifikationen: Die Fachleute des Dritten Sektors müssen geschult werden, um KI bewusst einzusetzen.
Ethik und Governance: Der Einsatz von KI muss den Vorschriften (z. B. ministeriellen Richtlinien) entsprechen, um Vertrauen und Einbeziehung zu gewährleisten.
Nachhaltigkeit: KI ermöglicht es, Projekte trotz begrenzter Ressourcen im Laufe der Zeit nachhaltiger zu gestalten.
Trotz der Möglichkeiten steht der KI-Sektor vor mehreren kritischen Problemen:
Der Dritte Sektor in der Autonomen Provinz Bozen ist heute eine tragende Säule des Wohlfahrtssystems und fungiert nicht mehr nur als Notfallnetzwerk, sondern als strategischer und struktureller Anbieter von Dienstleistungen von allgemeinem Interesse. Seite an Seite mit den öffentlichen Institutionen und dem Markt (erster und zweiter Sektor) sollte der Dritte Sektor zunehmend durch Prozesse der Ko-Planung tätig werden, um die Lebensqualität zu verbessern und auf territoriale Schwachstellen einzuwirken.
Im Folgenden werden die wichtigsten Punkte der Rolle des Dritten Sektors als Dienstleistungsanbieter aufgeführt:
Der Dritte Sektor in der Autonomen Provinz Bozen deckt ein breites Spektrum an Dienstleistungen ab, die oft Bereiche betreffen, die von der Öffentlichkeit nicht erreicht werden:
Das derzeitige Modell basiert auf einem Wohlfahrtsmix, bei dem öffentliche Einrichtungen und Organisationen des Dritten Sektors zusammenarbeiten, um Dienstleistungen anzubieten.
Die Organisationsformen und Gründe dafür sind:
Es ist anzumerken, dass sich der Dritte Sektor in einer Phase großer Veränderungen hin zu einer stärkeren Professionalisierung und Institutionalisierung befindet:
6. Technische und logistische Unterstützung = 21.000 Euro (7.638 Euro Fun, 13.362 Extra Fun).
- Digitale Welt - die neuen Herausforderungen für den Dritten Sektor - Check up
Vereine sind seit jeher ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Südtirol. Ob Sportvereine, Kulturinitiativen, Musikgruppen oder soziale Projekte, mehr als 200.000 Tausend Menschen engagieren sich ehrenamtlich, organisieren Freizeitaktivitäten und stärken den sozialen Zusammenhalt. Allerdings haben sich die Bedürfnisse der Organisationen in den letzten Jahren stark verändert. Bürokratische Aufgaben, steigende Erwartungen an Transparenz und Professionalität sowie die Notwendigkeit, Mitglieder zu binden und neue Zielgruppen zu erreichen, prägen den Alltag der Verantwortlichen.
Gleichzeitig schreitet die Digitalisierung in allen Lebensbereichen voran - und macht auch vor der Vereinsarbeit nicht halt. Online-Tools, digitale Plattformen und spezialisierte Softwarelösungen helfen, den Verwaltungsaufwand zu reduzieren, die Kommunikation zu verbessern und Ressourcen effizienter zu nutzen. Doch wie genau verändert die Digitalisierung die Vereinsarbeit, welche Chancen eröffnen sich und wo liegen mögliche Hindernisse?
Die Herausforderungen der traditionellen Verbandsarbeit
Traditionell stützt sich die Verbandsarbeit stark auf persönliche Treffen, handschriftliche Unterlagen und lokale Netzwerke. Diese Strukturen stoßen jedoch zunehmend an ihre Grenzen:
Die Digitalisierung verändert nicht nur die Arbeitsweise von Unternehmen, sondern auch die ehrenamtliche Welt der Vereine. Digitale Werkzeuge können entscheidend dazu beitragen, Vereine fit für die Zukunft zu machen.
Vorteile der Digitalisierung im Verein
1. Mehr Effizienz: Routineaufgaben wie die Mitgliederverwaltung oder der Beitragseinzug können automatisiert werden.
2. Bessere Kommunikation: Online-Plattformen ermöglichen einen direkten Draht zu den Mitgliedern, über Newsletter, Chat oder Apps.
3. Flexibilität: Sitzungen, Abstimmungen und Veranstaltungen können online durchgeführt werden.
4. Transparenz: Finanzen, Entscheidungen und Planungen können von den Verantwortlichen jederzeit eingesehen werden.
5. Attraktivität für neue Mitglieder: Ein moderner, digital organisierter Verein spricht vor allem jüngere Zielgruppen an.
Das hat mehrere Vorteile:
1. Digitale Kluft: Nicht alle Mitglieder sind technisch versiert oder verfügen über die notwendige Ausrüstung.
2. Datenschutz: Organisationen müssen den Schutz sensibler Daten sicherstellen.
3. Kosten: Obwohl viele Tools erschwinglich sind, gibt es immer noch eine finanzielle Barriere, insbesondere für kleine Verbände.
4. Akzeptanz: Veränderungen werden manchmal mit Skepsis betrachtet, insbesondere von langjährigen Mitgliedern.
Fazit: Digitalisierung als Chance für Vereine
Vereinsarbeit heute bedeutet, Tradition und Moderne zu verbinden. Persönliches Engagement, Gemeinschaft und Ehrenamt stehen nach wie vor im Mittelpunkt, aber die digitalen Werkzeuge erleichtern die organisatorische Seite erheblich.
Die Digitalisierung ermöglicht den Vereinen
Ein weiteres großes Vorhaben stellen wir im Jahr 2025 vor:
Das Projekt „ der Check-up für alle“, das eine detaillierte Momentaufnahme des aktuellen Zustands der Organisationen und ein personalisiertes Follow-up bietet, hat hervorragende Ergebnisse erzielt. Während eines Zeitraums von zehn Monaten in den Jahren 2024 2025 haben 154 der rund 450 DZE-Mitgliedsorganisationen diese Möglichkeit kostenlos in Anspruch genommen, was insgesamt 800 Beratungsstunden entspricht. Die Sitzungen fanden sowohl persönlich (53 %) als auch online (47 %) statt, was von Flexibilität und Zugänglichkeit zeugt.
Die beliebtesten Themenbereiche bei diesen Check-ups spiegeln die aktuellen Anliegen des Dritten Sektors wider:
Diese Daten belegen nicht nur die Wirksamkeit des Projekts, sondern liefern auch wertvolle Erkenntnisse über die dringendsten Bedürfnisse der Vereine.
Der Erfolg des Projekts „Check up für alle“ bestätigt nicht nur die Richtigkeit des DZE-Ansatzes, sondern veranlasst auch die Einführung neuer Instrumente. So entstand die Broschüre „Empfehlungen 2025“, ein konkreter Leitfaden, der die Verbände bei aktuellen und immer wiederkehrenden Fragen begleiten soll, indem er Leitlinien und praktische Ratschläge liefert.
Darüber hinaus hat das DZE einen Bericht für die öffentliche Verwaltung erstellt, der die im Rahmen des Projekts analysierten neuen Themen und künftigen Herausforderungen zusammenfasst. Dieses Dokument wird für die Ausrichtung künftiger Politiken und Unterstützungsmaßnahmen von entscheidender Bedeutung sein und die Rolle der Freiwilligenarbeit als Pfeiler der Südtiroler Gemeinschaft weiter stärken.
Südtirol erweist sich dank der Widerstandsfähigkeit, der Proaktivität und der Innovationsfähigkeit seines Vereinswesens, das vom DZE Südtirol mit Engagement und Weitblick unterstützt wird, auf nationaler Ebene als vorbildlich.
Zum dritten Mal in Folge wurde im Jahr 2025 ein besonderes Weihnachtskonzert mit einem sehr bekannten amerikanischen Gospelchor, diesmal mit dem Florida Fellowship Super Choir aus Miami, für die dem DZE Südtirol angeschlossenen Organisationen organisiert. Das besagte Ensemble ist bereits mehrfach für die Familie des ehemaligen US-Präsidenten Barak Obama und im Rahmen von erfolgreichen Fernsehsendungen in den USA und Europa aufgetreten. Die Resonanz auf die Einladung war überwältigend und CSV-Südtirol-Direktor Ulrich Seitz konnte eine große Anzahl von Vereinsvertretern, Freunden und Unterstützern im Cristallo-Theater in Bozen begrüßen. Die Veranstaltung war in erster Linie das Ergebnis einer intensiven Zusammenarbeit mit Lucio Paone, dem Vorsitzenden des Vereins „L‘obiettivo“.
Das zu Ende gehende Jahr ist für die Vereinswelt in Südtirol noch einmal eine sehr arbeitsreiche Zeit mit vielen bürokratischen Herausforderungen, aber auch neuen Perspektiven. Das Südtiroler Freiwilligen Service Center hat daher für das Jahr 2026 einige neue und zusätzliche Schwerpunkte in sein Serviceangebot aufgenommen, um sowohl Strukturen, die im sogenannten Dritten Sektor tätig sind, als auch solche, die außerhalb dieses Sektors agieren, noch besser fachlich unterstützen zu können. Auch wenn die Pflicht zur Mehrwertsteuerregistrierung für Vereine, die Dienstleistungen an ihre Mitglieder oder Dritte verkaufen, für viele Organisationen um 10 Jahre verschoben wurde, ist es dennoch ratsam, die entsprechenden Vorkehrungen für die sogenannten kommerziellen Dienstleistungen des Vereins zu treffen und sich bei Experten zu diesem Thema zu informieren. Das DZE Südtirol wird daher ab dem Jahr 2026 spezielle Schulungen anbieten, um rechtzeitig eventuelle Zweifel zu klären, ob in der konkreten Situation Anpassungen notwendig sind oder nicht.
Ulrich Seitz erinnert daran, dass das DZE Südtirol in diesen Wochen allen interessierten Vereinen in Südtirol einen speziellen Jahreskalender mit allen monatlichen Terminen rund um die Vereinswelt kostenlos zur Verfügung stellt. Der Kalender kann zu den Bürozeiten abgeholt werden. Ergänzt wird das erweiterte Angebot von durch eine Reihe von Kursen zu den Themen Arbeitssicherheit, Digitalisierung auf allen Ebenen, Haushaltsführung und Bilanzerstellung, mit einem speziellen Fokus auf Fundraising. Auch der neue Unternehmensleitfaden für den Dritten Sektor, der demnächst verteilt wird, kann bestellt werden.
Ulrich Seitz kann schließlich eine sehr positive Nachricht verkünden: Der Enthusiasmus für die Gründung von Vereinen in Südtirol ist und bleibt groß (ca. 60 neue Einträge im Runts-Register in den letzten 12 Monaten), während nur sehr wenige Vereine ihre Tätigkeit eingestellt haben (weniger als 10).
Das DZE Südtirol bietet Beratungsdienste in den Bereichen Recht, Steuern, Versicherungen, Arbeit, Planung, Management, Organisation, Wirtschafts- und Sozialberichterstattung, Fundraising, Zugang zu Krediten sowie Instrumente zur Anerkennung und Valorisierung der von den Freiwilligen erworbenen Kompetenzen.
Das DZE Südtirol garantiert allen Vereinen in ihrer Provinz, unabhängig davon, ob sie bereits gegründet wurden oder noch gegründet werden, sowie allen Bürgerinnen und Bürgern, die unter Informationen benötigen oder die Absicht haben, eine organisierte Freiwilligentätigkeit aufzunehmen, kostenlose Beratungsdienste. Dank qualifizierter Mitarbeiter und eines Teams von Mitarbeitern und Experten werden Fragen von Vereinen zu administrativen, steuerlichen, rechtlichen und verwaltungstechnischen Aspekten sowie zu allen Verpflichtungen, die sie erfüllen müssen, um Transparenz und Effizienz ihrer Arbeit zu gewährleisten, beantwortet. Darüber hinaus wird auch Beratung in den Bereichen Sozialplanung und Kommunikation (grafische Unterstützung oder Pressedienst) angeboten.
Das DZE Südtirol beantwortet Steuer-, Rechts- und Versicherungsfragen. Dabei handelt es sich oft um langfristige Prozesse, bei denen die Berater, unterstützt von den DZE--Mitarbeitern, die Verbände begleiten, bis komplexe Situationen gelöst sind. Die Experten haben sich auch zunehmend für die Fernberatung als Ergänzung zum traditionellen persönlichen Gespräch entschieden.
Darüber hinaus werden kollektive Beratungen in Form von Schulungskursen zum Thema Vereinsgründung und zu den Voraussetzungen für die Gründung eines Vereins durchgeführt. Hierbei handelt es sich um eine bewährte Aktivität, die in Bezug auf die Teilnahme und die Ergebnisse stets sehr erfolgreich war; die Sitzungen fanden auch in diesem Fall sowohl in Anwesenheit als auch im telematischen Modus statt.
Vor diesem Hintergrund konzentrierte sich das DZE Südtirol auf strategische Aktivitäten, die darauf abzielen, die Diversifizierung der Finanzierungsquellen zu fördern und die Gestaltungskapazität der Organisationen zu stärken. Wir haben drei Hauptaktivitäten als Alternativen vorgeschlagen.
Die maßgeschneiderten Beratungen des Referats zielten darauf ab, die Organisationen in mehreren kritischen Bereichen mit einem praktischen und kooperativen Ansatz gezielt zu unterstützen.
Wir haben Organisationen dabei unterstützt, klare Projektideen zu definieren und sie in strukturierte und wettbewerbsfähige Vorschläge umzusetzen. Wir konzentrierten uns auf technische Aspekte wie die Formulierung von Zielen, die Planung von Aktivitäten, die Aufstellung von Budgets und die Entwicklung von Indikatoren zur Überwachung der Ergebnisse.
Die Beratung umfasste die Identifizierung von nationalen, europäischen und privaten Ausschreibungen, die mit den Zielen der Organisationen übereinstimmen. Wir unterstützten die Zusammenstellung von Anträgen, wobei wir den spezifischen Anforderungen der einzelnen Ausschreibungen besondere Aufmerksamkeit schenkten.
Im Jahr 2025 wollte die Beratungsstelle die oben beschriebenen kritischen Fragen mit einem gezielten und pragmatischen Ansatz angehen, der darauf abzielt, die Fähigkeit der Organisationen zu stärken, Zugang zu neuen Formen der Finanzierung und Planung zu erhalten. Eines der Hauptziele ist der Ausbau des Netzwerks von Partnerschaften mit privaten Akteuren und Stiftungen, um ein dynamischeres und widerstandsfähigeres lokales Ökosystem aufzubauen. Es geht darum, Synergien zu fördern, die in konkrete Finanzierungsmöglichkeiten umgesetzt werden können, um die ausschließliche Abhängigkeit von öffentlichen Mitteln zu verringern.
Gleichzeitig werden Fortbildungskurse durchgeführt, die operative Instrumente und wirksame Strategien für die Sozialplanung vermitteln sollen. Ziel ist es, die Autonomie der Organisationen zu stärken und sie in die Lage zu versetzen, die Herausforderungen der Mittelbeschaffung und der Suche nach Ressourcen strukturiert und bewusst anzugehen.
Neben den bereits bestehenden Möglichkeiten stellt die Poli-Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen eine wichtige Gelegenheit dar, auch weniger strukturierte Organisationen einzubeziehen und ihnen einen schrittweisen und begleiteten Wachstumspfad anzubieten. Die Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen bietet nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern wird auch zu einem Entwicklungsinstrument für die teilnehmenden Organisationen, dank der kontinuierlichen Unterstützung durch Netzwerke, auch mit der Wirtschaft. Es ist eine Gelegenheit zur Öffnung und Aufwertung für lokale Einrichtungen, die so mit konkreter Unterstützung neue Formen der Planung erproben können.
Alles in allem war 2025 ein entscheidendes Jahr für die Konsolidierung und Stärkung alternativer Planungsstrategien, wobei der Schwerpunkt auf der Schaffung praktischer und zugänglicher Instrumente lag, die die Organisationen bei ihrer Suche nach Ressourcen und Entwicklungsmöglichkeiten zunehmend autonomer machen können.
Eine der größten Herausforderungen ist die Finanzierung, da viele gemeinnützige Organisationen auf Spenden und Zuschüsse angewiesen sind, um ihre Aktivitäten und Programme zu unterstützen: Dies kann es schwierig machen, kontinuierliche finanzielle Mittel zu erhalten und die Fähigkeit der Organisation einschränken, ihre Aktivitäten zu erweitern.
Non-Profit-Organisationen können auch nur über eine begrenzte Anzahl von Mitarbeitern verfügen, was es schwierig machen kann, die Arbeitsbelastung zu bewältigen und die Ziele zu erreichen.
Darüber hinaus können gemeinnützige Organisationen mit regulatorischen und rechtlichen Herausforderungen konfrontiert sein, wie z. B. der Einhaltung von Steuer- und Arbeitsgesetzen, die komplex und zeitaufwendig sein können.
In einer Zeit, in der so viel über die Risiken der globalen Ausbreitung der generativen künstlichen Intelligenz diskutiert wird, konnten wir es nicht versäumen, uns mit diesem Thema zu befassen.
Wir versuchen zu verstehen, wie diese neue Grenze der künstlichen Intelligenz zu einem wertvollen Verbündeten für gemeinnützige Organisationen werden kann, indem sie neue Möglichkeiten für die Kommunikation, die Erstellung von Inhalten und die Optimierung interner Organisationsprozesse bietet.
Die Termine sind eine Gelegenheit, sechs kostenlose Werkzeuge der künstlichen Intelligenz vorzustellen, die bestimmte Arbeitsabläufe in gemeinnützigen Organisationen erleichtern können.
Konkret wird eine sofort einsetzbare Lösung vorgestellt, die in Organisationen integriert werden kann, um die Protokollierung von Sitzungen, Versammlungen und Anrufen zu beschleunigen.
Non-Profit-Organisationen sind ständig auf der Suche nach Möglichkeiten, ihren Einfluss und ihre Ressourcen zu maximieren.
Ein solcher Weg ist die Implementierung von Technologien der Künstlichen Intelligenz.
1. Förderung, Orientierung und Animation = 9.000 Euro (3.273 Euro Fun und, 5.727 Euro Extra Fun)
- Bildungseinrichtungen als Unterstützung für den Dritten Sektor
Bildungseinrichtungen (Universitäten, Forschungszentren, technische Institute) spielen eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung des Dritten Sektors, insbesondere im derzeitigen Kontext des Übergangs zur vollständigen Umsetzung des Kodex für den Dritten Sektor. Diese Unterstützung äußert sich in Form von Weiterbildung, Forschung, Qualifizierung und der Förderung von Partnerschaften für soziale Innovation.
Auch in der Autonomen Provinz Bozen wird die Zusammenarbeit zwischen dem Dritten Sektor (Vereine, soziale Genossenschaften, gemeinnützige Organisationen) und Bildungseinrichtungen (Schulen und Universitäten) intensiviert, um neue berufliche Kompetenzen auszubilden und die Sozialwirtschaft zu fördern. Die Universitäten bieten spezifische Studiengänge an (Recht/Management, Sozialwirtschaft), während die Schulen Freiwilligenarbeit und Projekte zur aktiven Bürgerbeteiligung integrieren, um zukünftige Bürger und Praktiker auszubilden.
Bildungseinrichtungen (Schulen, Universitäten und Berufsbildungszentren) spielen eine Schlüsselrolle bei der Unterstützung des Dritten Sektors, indem sie als Katalysatoren für Kompetenzen, Innovation und bürgerschaftliches Engagement fungieren. Diese Zusammenarbeit beschränkt sich nicht auf den Bildungsbereich, sondern schafft ein Ökosystem, in dem der gemeinnützige Sektor zu einem Labor für Lernen und territoriale Entwicklung wird.
Hauptbereiche der Unterstützung
Professionalisierung und Qualifikationen
Anerkennung von Kompetenzen
Territoriale Bildungspakte
Innovationslabore: Die Zusammenarbeit zwischen Universitäten und gemeinnützigen Organisationen fördert die territoriale Entwicklung und ermöglicht es den Studierenden, theoretisches Wissen auf reale Fälle mit sozialer Wirkung anzuwenden.
Die Beziehung zwischen Bildungszentren und der Welt der Verbände (einschließlich des Dritten Sektors, Berufs- und Freiwilligenverbänden) ist ein zentrales Ökosystem für die Verbesserung der Kompetenzen, die soziale Eingliederung und die Entwicklung des Humankapitals. Diese Kooperationen reichen von der Weiterbildung von Freiwilligen bis hin zu spezifischen beruflichen Qualifikationen.
Die Synergien zielen darauf ab, das theoretische Wissen der Universitäten mit der praktischen Erfahrung vor Ort zu verbinden, um der heutigen sozialen Komplexität gerecht zu werden.
Konkret wurden in Südtirol die folgenden Initiativen realisiert
Kommunale Bildungspakte: Vereinbarungen zwischen Schulen, lokalen Behörden und dem dritten Sektor zur gemeinsamen Nutzung von Ressourcen und Räumen (z. B. Bibliotheken oder soziale Gärten) zur Bekämpfung des Schulabbruchs und zur Aufwertung des Gebiets.
Service Learning: Ein pädagogischer Ansatz, der schulisches Lernen mit gemeinnütziger Arbeit verbindet und es den Schülern ermöglicht, ihre Fähigkeiten in realen ehrenamtlichen Kontexten anzuwenden.
Unterstützung der Inklusion: Viele Schulen arbeiten mit sozialen Genossenschaften und Vereinen an Projekten zusammen, die sich mit Behinderungen, Lernstörungen und der Integration ausländischer Schüler befassen.
2. Beratung, Unterstützung und Begleitung = 131.000 Euro (47.644 Euro Fun, 70.816 Euro Extra Fun)
- Alternativen zur klassischen öffentlichen Finanzierung
Um neue Finanzmittel zu erhalten, müssen sich Organisationen des Dritten Sektors zu hybriden Modellen entwickeln, die traditionelle Ressourcen (Ausschreibungen, Spenden) mit innovativen Finanzinstrumenten und Impact Finance kombinieren.
Zusätzlich zu den traditionellen öffentlichen Ausschreibungen verfügt der Dritte Sektor heute über innovative und soziale Finanzinstrumente, die es ihm ermöglichen, seine Einnahmen zu diversifizieren und langfristige Projekte zu unterstützen.
Seit dem Jahr 2025 widmet sich das DZE Südtirol mit gezielten Strategien den folgenden Themen
Crowdfunding und digitales Fundraising
Das Internet bietet verschiedene Möglichkeiten, die Bürgerinnen und Bürger direkt zu beteiligen:Spenden-Crowdfunding: Sammeln von Spenden über spezielle Plattformen (z.B.: gift network) für bestimmte Projekte.
Social Lending (oder P2P Lending): Darlehen zwischen Einzelpersonen, die von Online-Plattformen verwaltet werden und den Körperschaften des Dritten Sektors den Zugang zu Krediten zu potenziell subventionierten Konditionen ermöglichen.
Equity Crowdfunding: Hauptsächlich für soziale Unternehmen und Genossenschaften reserviert, ermöglicht es die Beschaffung von Risikokapital durch den Verkauf von Unternehmensanteilen an Investoren.
Ein neues Projekt, das 2025 ins Leben gerufen wurde und vom DZE Südtirol verwaltet wird, ist das Corporate Fundraising
Corporate Fundraising ist eine Strategie, die es einer gemeinnützigen Organisation ermöglicht, durch die Zusammenarbeit mit Unternehmen Mittel zu beschaffen. Dabei geht es nicht einfach darum, ein Unternehmen um einen Beitrag zu bitten, sondern eine Beziehung zu ihm einzugehen, sein Vertrauen zu gewinnen und eine Zusammenarbeit zu gestalten, die für alle Beteiligten einen Mehrwert schafft (Win-Win-Win-Ansatz). Dies ist eine Aktivität, die der (ehrenamtliche oder bezahlte) Fundraiser ebenfalls in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen planen und programmieren muss. Je ausgefeilter die Fundraising-Instrumente der Unternehmen werden, desto mehr sollte das technische Wissen des Fundraisers angepasst werden.
Zunächst ist es ratsam, zu prüfen, welches Unternehmen angesprochen werden soll, und gleichzeitig zu überlegen, welche Zusammenarbeit oder welches Instrument für den gewählten Partner in Frage kommt. Es gibt viele Beweggründe, die ein Unternehmen dazu veranlassen können, eine gemeinnützige Organisation zu unterstützen: die Werte des Unternehmers oder Managers, Imageförderung, Marketing- und Vermarktungsstrategien, Verbesserung des Unternehmensklimas oder die Identifizierung gemeinsamer Ziele.
Der finanzielle Beitrag ist eines der möglichen Ziele des Corporate Fundraising, sicherlich nicht das einzige und nicht einmal das entscheidende.
Die Instrumente des Corporate Fundraising können in 3 Bereiche eingeteilt werden.
Allgemeine Spenden:
Spende, großzügige Auszahlung
Kauf von kampagnenbezogenen Gadgets
Investitionen in die Gemeinschaft:
Philanthropie von Unternehmen
Gehaltsabrechnung und Matching
Mitarbeiterbeteiligung
Sachspende
Keine Gadgets, aber Spende
Freiwilliges Engagement von Unternehmen
Initiativen zur Zusammenarbeit von Unternehmen
Marketing für den guten Zweck
Sponsoring
Gemeinsame Werbung
Punktesammlungen
Kauf von Eintrittskarten und Hospitality
Neue Partnerschaft Dritter Sektor und öffentliche Verwaltung
Die neue Partnerschaft zwischen der öffentlichen Verwaltung (PA) und dem Dritten Sektor basiert auf dem Paradigma der gemeinsamen Verwaltung, das über die Wettbewerbslogik der Beschaffung hinausgeht und eine gleichberechtigte Zusammenarbeit zum Wohle der Allgemeinheit vorsieht.Zu den wichtigsten Möglichkeiten, die dieser neue Rahmen bietet, gehören:
Gemeinsame Planung: Einrichtungen des Dritten Sektors beteiligen sich aktiv mit der Öffentlichen Verwaltung an der Ermittlung der sozialen Bedürfnisse des Gebiets und der Festlegung der erforderlichen Maßnahmen.
Gemeinsame Programmierung: Die Öffentliche Verwaltung und die Körperschaften des Dritten Sektors arbeiten zusammen, um die operativen Details spezifischer Projekte zu definieren und Ressourcen und Fachwissen zu bündeln, um die Wirkung auf die Gemeinschaft zu maximieren.
Erleichterte Konventionen: Möglichkeit, Vereinbarungen mit Ehrenamtlichen Organisationen und Vereinen zur Förderung des Gemeinwesens zu schließen, um Aktivitäten im allgemeinen Interesse nur gegen Erstattung der nachgewiesenen Ausgaben durchzuführen.
Neues Steuerregime (ab 2026): Das Inkrafttreten der Pauschalregelung (Art. 86 im Kodex des Dritten Sektors) ab dem 1. Januar 2026 vereinfacht die wirtschaftliche Verwaltung für Organisationen des Typs EO und VFG mit Einnahmen bis zu 85.000 € und macht sie zu flexibleren Partnern für die Öffentliche Verwaltung.
Horizontale Subsidiarität: Die Anerkennung der Rolle von gemeinnützigen Organisationen als strategische Partner ermöglicht es, starre Beschaffungsvorschriften zu überwinden und ihre Fähigkeit zur sozialen Innovation zu verbessern.
Das „Public Administration and Third Sector Partnership Desk“ des DZE Südtirol stellt einen grundlegenden Bezugspunkt dar, um die Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Einrichtungen und Einrichtungen des Dritten Sektors zu erleichtern, im Einklang mit den Grundsätzen der gemeinsamen Verwaltung, die durch die Reform des Dritten Sektors (Gesetzesdekret 117/2017) sanktioniert und durch das neue Gesetzbuch für öffentliche Aufträge bestätigt wurden.
Was bietet das DZE Südtirol Partnership Desk?
Information und Beratung: Rechtliche und administrative Unterstützung bei Mitprogrammierung und Mitgestaltung sowie im Zuge der Akkreditierung.
Management-Verfahren: Beratung bei der Vorbereitung von öffentlichen Bekanntmachungen, Konventionen und Ausschreibungen.
Technische Unterstützung: Hilfestellung für Gemeinden und Körperschaften des Dritten Sektors bei der Erstellung von Arbeitstabellen, der Definition gemeinsamer Ziele und der Zuweisung von Risiken/Ressourcen.
Schulung: Webinare und Kurse über gemeinsame Verwaltung, sozialpartnerschaftliche Instrumente und Subsidiarität.
Das genannte Paket fördert auch und vor allem die verschiedenen Formen der Zusammenarbeit, die in der Gesetzgebung vorgesehen sind:
Gemeinsame Analyse der Gemeinschaftsbedürfnisse und Definition der Interventionsprioritäten.
Gemeinsame Definition und Umsetzung von spezifischen Projekten und Dienstleistungen.
Akkreditierung: Verfahren für die Aufnahme von Körperschaften des Dritten Sektors in die Listen qualifizierter Anbieter.
Vereinbarungen: Vereinbarungen zur Durchführung von Aktivitäten von allgemeinem Interesse.
360-Grad-Schalter
Der vom DZE Südtirol konzipierte und angebotene „360-Grad-Helpdesk für den Dritten Sektor“ ist ein integrierter Dienst, der Einrichtungen des Dritten Sektors, umfassende, informative, administrative und strategische Unterstützung bietet. Ziel ist es, sie in allen Lebensphasen zu unterstützen, von der Gründung bis zum operativen Management, wobei der Schwerpunkt auf den RUNTS-Verordnungen und Finanzierungsmöglichkeiten liegt.Im Folgenden werden die wichtigsten Dienstleistungen des umfassenden Helpdesks des DZE Südtirol aufgeführt:
RUNTS-Unterstützung: Beratung bei der Eintragung und Aktualisierung der Daten im einheitlichen nationalen Register des Dritten Sektors.
Anpassung der Statuten: Beratung bei der Anpassung der Statuten an die Bestimmungen des Gesetzes über den Dritten Sektor (Gesetzesdekret 117/2017).
Einhaltung von Steuer- und Rechnungslegungsvorschriften: Unterstützung bei der spezifischen Steuerverwaltung für ETSs, Berichterstattung und Jahresabschlüsse.
Administrative Unterstützung: Unterstützung bei der Organisation von Veranstaltungen, Events und öffentlichen Initiativen.
Planung und Finanzierung
Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen: Informationen über europäische, nationale, regionale und lokale Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen.
Sozialplanung: Begleitung bei der Ausarbeitung von Projekten, Partnerschaften und Bedarfsanalysen.
Social Hub: Inkubator für neue Sozialunternehmen und Unterstützung für Start-ups
Digitalisierung und Ressourcen
Digitale Erleichterung: Unterstützung bei der Nutzung von Technologie, SPID, digitaler Unterschrift und Zugang zu öffentlichen Verwaltungsdiensten.
Schulung: Kurse und Workshops für Freiwillige und Beschäftigte in diesem Sektor.
Beispiele aus der täglichen Erfahrung:
Das DZE Südtirol arbeitet oft in Synergie mit der öffentlichen Verwaltung und der lokalen Referenzstiftung, um die Integration und Unterstützung von Aktivitäten von allgemeinem Interesse zu erleichtern.
3. Ausbildung = 66.500 Euro (24.186 Euro Fun 42.314 Euro Extra Fun)
- Verwaltung der Mehrwertsteuer
Die derzeitige Situation (Anfang 2026) in Bezug auf die MwSt.-Registrierung von Vereinen, Einrichtungen des Dritten Sektors, Amateursportverbänden ist durch erhebliche Verschiebungen und den Beginn der Steuerreform mit dem Übergang von der alten „Ausschluss“-Regelung zur neuen MwSt.-Befreiungsregelung gekennzeichnet.
Hier sind die wichtigsten Punkte
Aufschub der Mehrwertsteuerpflicht (Befreiung vs. Ausschluss): Der Übergang von mehrwertsteuerfreien zu mehrwertsteuerbefreiten Tätigkeiten für an Mitglieder erbrachte Dienstleistungen wurde verschoben, wobei verschiedene Quellen eine Verlängerung bis zum 1. Januar 2036 für viele Tätigkeiten angeben.
Situation 2026: Bis zum Inkrafttreten der neuen Regelung (voraussichtlich 2036) bleibt die Situation für institutionelle Tätigkeiten gegenüber Mitgliedern ähnlich wie in der Vergangenheit.
Neue Pauschalregelung 2026 (seit dem 1. Januar 2026): Der Beginn der Pauschalregelung (Art. 86 des Kodex des Dritten Sektors) für Vereine des Typus EO und VFG mit gewerblichen Einnahmen unter 85.000 Euro wird bestätigt, was die Steuerpflichten vereinfacht.
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer-Pflicht: Nicht alle Verbände müssen eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer haben: Sie ist nur erforderlich, wenn gewerbliche Tätigkeiten ausgeübt werden, Produkte/Dienstleistungen an Dritte verkauft werden oder Schwellenwerte überschritten werden.
Elektronische Rechnungsstellung: bleibt für Amateursportvereine und Körperschaften des Dritten Sektors, die kommerzielle Aktivitäten ausüben, obligatorisch (es sei denn, es handelt sich um spezifische Pauschalbeträge).
Das Szenario, das die Arbeit des DZE Südtirol für fast das gesamte Jahr 2025 begleitet hat, sieht wie folgt aus:
Was ändert sich konkret (sich entwickelnde Situation):
Der Schwerpunkt der Reform liegt auf dem Übergang von einem MwSt.-Ausschluss (es handelt sich nicht wirklich um eine MwSt.-Tätigkeit) zu einer MwSt.-Befreiung (die Tätigkeit unterliegt den MwSt.-Vorschriften, aber es fällt keine Steuer an). Das bedeutet, dass ab dem Zeitpunkt, an dem der Aufschub ausläuft, alle Verbände eine Rechnung (auch ohne Mehrwertsteuer) für zusätzliche oder spezifische Mitgliedsbeiträge ausstellen müssen.Hier finden Sie einen Überblick über die Beratungsdienste für den Dritten Sektor, die von den Mitarbeitern des CSV Südtirol angeboten werden:
Hauptberatungsleistungen
Verwaltung der Mehrwertsteuer: Eröffnung, ordentliche Verwaltung und Erklärungspflichten für Einrichtungen mit kommerziellen Aktivitäten, einschließlich der neuen Mehrwertsteuerregeln ab 2025.
Anpassung des Dritten Sektors: Unterstützung bei der Registrierung beim RUNTS (Registro Unico Nazionale Terzo Settore) und bei gesetzlichen Änderungen.
Steuer- und Buchhaltungsberatung: Verwaltung von Kassen- oder periodengerechten Budgets, Steuererklärungen und Erfüllungen für die 5 Pro Mille-Zuwendung.
Arbeitsberatung: Verwaltung von Mitarbeitern, Gehältern, Quellensteuern, Beziehungen zu Sozialversicherungsträgern und spezifischen Verträgen (z. B. Sportarbeiter).
Steuerbefreiungen und steuerliche Regelungen: Verwaltung von Steuerbefreiungen für Vereine des Typs EO und VFG, die unter bestimmten Regelungen oder für nicht kommerzielle institutionelle Aktivitäten tätig sind.
Manager und Führungskräfte im Dritten Sektor sein
Eine Führungsposition im Dritten Sektor erfordert heute eine einzigartige Kombination aus Managementfähigkeiten, strategischem Weitblick und ausgeprägtem sozialem Bewusstsein, wobei die Improvisation zur Leitung komplexer Organisationen überwunden werden muss. Die Rolle umfasst das operative Management, die Mittelbeschaffung, die Einhaltung von Vorschriften und die Entwicklung von Netzwerken und schafft ein Gleichgewicht zwischen wirtschaftlicher Nachhaltigkeit und sozialer Wirkung.Manager im Dritten Sektor zu sein bedeutet heute auch, die soziale Mission mit einem rigorosen Management in Einklang zu bringen, das durch die Reform des Dritten Sektors notwendig wurde. Der gute Wille allein reicht nicht mehr aus: Die Figur des Non-Profit-Managers muss Transparenz, wirtschaftliche Nachhaltigkeit und soziale Wirkung gewährleisten.
Diese Rolle bringt rechtliche und verwaltungstechnische Belastungen mit sich, die häufig denen eines Unternehmensmanagers ähneln, jedoch mit spezifischen Einschränkungen:
Rechtliche Verantwortung: Der Geschäftsführer oder Präsident ist das Alter Ego der Organisation; er/sie haftet persönlich für die eingegangenen Verpflichtungen, wenn die Organisation nicht anerkannt ist (Art. 38 des Zivilgesetzbuches) und ist zivilrechtlich, strafrechtlich und wirtschaftlich für Schäden gegenüber Dritten verantwortlich.
Transparente Verwaltung: Sie muss die Eintragung in das RUNTS (Registro Unico Nazionale del Terzo Settore) und die Einhaltung der neuen Steuervorschriften gewährleisten, einschließlich der Verpflichtung, eine Mehrwertsteuernummer für diejenigen zu haben, die entgeltliche Dienstleistungen anbieten.
Als DZE Südtirol heben wir die Merkmale der Managementfunktion im Dritten Sektor hervor
Strategisches und operatives Management: Der Manager plant die Aktivitäten, koordiniert die Humanressourcen und führt die Management- und Verwaltungskontrolle durch.
Wirtschaftliche Nachhaltigkeit: Verantwortung für die Mittelbeschaffung (Fundraising, Ausschreibungen, kommerzielle Aktivitäten).
Networking: Pflege der Beziehungen zu Institutionen, Interessengruppen und Partnern.
Erforderliche Fähigkeiten: Grundlegend ist die Integration spezifischer technischer Fähigkeiten (Soziales/Gesundheit, humanitäre Hilfe) mit Management- und rechtlich-administrativen Fähigkeiten.
Ausbildung: Häufig werden speziell für den Non-Profit-Sektor konzipierte Kurse für Führungskräfte und Master-Studiengänge genutzt.
Aber wir haben auch die wichtigsten Herausforderungen in diesem Zusammenhang im Griff:
Begrenzte Ressourcen: Wir arbeiten in einem Umfeld, in dem die Budgets im Vergleich zu den zu erreichenden Zielen reduziert sind.
Komplexes Ökosystem: Management in Übereinstimmung mit den Vorschriften des Einheitlichen Nationalen Registers für den Dritten Sektor (RUNTS).
Verteilte Führung: Notwendigkeit der Leitung von Teams, zu denen oft auch Freiwillige gehören, mit partizipativen Ansätzen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Manager des dritten Sektors als „High Social Impact Manager“ agiert, der den sozialen Auftrag durch professionelles Management in greifbare Ergebnisse umsetzt
Risikomanagement
Das Risikomanagement in der Welt der Vereine (Non-Profit-Organisationen, EO, VFG, Sportvereine) ist ein grundlegender Prozess, um die operative Kontinuität zu gewährleisten, die Freiwilligen, das Vermögen und den Ruf der Organisation zu schützen. Dabei geht es nicht nur um die Erfüllung gesetzlicher Verpflichtungen, sondern um einen strukturierten Ansatz zur Identifizierung, Analyse und Abschwächung potenzieller Bedrohungen.Das DZE Südtirol zeigt auf, wie Vereine verschiedenen Arten von Risiken ausgesetzt sind:
Zivil- und strafrechtliche Haftungsrisiken: Schäden an Dritten, Verletzungen von Freiwilligen oder Begünstigten, Haftung des Präsidenten und des Vorstands.
Finanzielle Risiken: Schulden, Geldmangel, Missmanagement in der Verwaltung, Verlust von Vereinsvermögen.
Operative Risiken: Unfälle bei Veranstaltungen, Ausrüstungsmängel, Ineffizienz des Managements.
Reputationsrisiken: Verlust der Glaubwürdigkeit bei Spendern, Institutionen oder der öffentlichen Meinung.
Compliance-Risiken: Nichteinhaltung von Vorschriften (z. B. Reform des Dritten Sektors, GDPR, Steuervorschriften, Gesetzesdekret 81/08 über Sicherheitsfragen am Arbeitsplatz).
Das Engagement des DZE Südtirol geht in die Richtung eines angemessenen Risikomanagements, das sich laut dem Expertenpool des DZE Südtirol in drei grundlegende Phasen gliedert
1. Risikoidentifizierung: Kartierung potenzieller vereinsbezogener Gefahren.
2. Analyse und Bewertung: Bestimmung der Wahrscheinlichkeit des Eintretens eines Ereignisses und der möglichen Auswirkungen.
3. Minderung und Überwachung: Umsetzung von Präventions-, Schutz- oder Risikotransfermaßnahmen (z.B. Versicherungen).
In der Einzel- und Gruppenberatung der CSV Südtirol werden auch die so genannten Spezifischen Pflichten und Sicherheitsmaßnahmen konkret analysiert:
Sicherheit am Arbeitsplatz (Legislativdekret 81/08): Vereine mit Arbeitnehmern (auch gleichgestellte Freiwillige oder Co.) müssen eine Gefährdungsbeurteilung (DVR) erstellen, die für Sportvereine, die Sportanlagen betreiben, unerlässlich ist.
Versicherung: Obligatorisch für Freiwillige und dringend empfohlen für die Haftpflichtversicherung.
Haftung des Präsidenten: In nicht anerkannten Vereinen haftet der Präsident für die eingegangenen Verpflichtungen für die Dauer seiner Amtszeit.
Reform des Dritten Sektors (RUNTS): Die Eintragung in das einheitliche nationale Register des Dritten Sektors bringt Transparenzverpflichtungen und die Vorlage von Jahresabschlüssen mit sich.
Es wird auch über Instrumente und Sensibilisierung gesprochen:
Schulung: Information von Freiwilligen und Vorstandsmitgliedern über Risiken.
Schriftliche Verfahren: Definieren Sie klare Protokolle für den Umgang mit Ereignissen und Notfällen.
Risikokultur: Allen Mitgliedern muss bewusst gemacht werden, dass die Risikokontrolle für den Erfolg der Vereinigung wichtig ist.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es unerlässlich ist, in das Risikomanagement zu investieren, um von einem reaktiven zu einem proaktiven Management überzugehen und die langfristige Nachhaltigkeit der Vereinigung zu gewährleisten.
4. Information und Kommunikation = 42.100 Euro (15.311 Euro Fun, 22.017 Euro Extra Fun)
- Organisation von Veranstaltungen im Dritten Sektor
Die Organisation von Veranstaltungen ist für Vereinigungen von entscheidender Bedeutung, um die Sichtbarkeit zu erhöhen, für die Sache zu werben, Mittel zu beschaffen (Fundraising) und Mitglieder und Freiwillige zu binden. Diese Initiativen stärken die Marke des Vereins, erleichtern die Vernetzung und schaffen internen Zusammenhalt, so dass die Unterstützer zu einer aktiven Gemeinschaft werden.
Die Organisation von Festen und Veranstaltungen für Vereine erfordert eine sorgfältige Planung, insbesondere angesichts der jüngsten Vorschriften, die eine größere steuerliche und bürokratische Strenge vorschreiben.
Den Gemeinschaftssinn stärken, das eigene Gebiet lebendiger und attraktiver machen, Spenden sammeln, ein lokales Produkt fördern oder ein lokales Jubiläum bekannt machen: Es gibt viele Gründe, ein Fest oder ein Dorffest zu organisieren.
Für eine erfolgreiche Veranstaltung ist eine sorgfältige Planung erforderlich, bei der rechtliche Aspekte, Sicherheit und Kommunikation berücksichtigt werden müssen.
Die praktischen Ratschläge des DZE-Expertenteams lauten: Rechtzeitige Planung (mindestens 3-4 Monate) für den bürokratischen Teil und ständige Kontrollen des Veranstaltungsortes, um kritische Probleme zu vermeiden.
Bürokratische und steuerliche Aspekte (grundlegend)
RUNTS-Eintragung: Vergewissern Sie sich, dass Sie im Einheitlichen Nationalen Register des Dritten Sektors (RUNTS) eingetragen sind, um in den Genuss von Steuervorteilen zu kommen, da Sie sonst Gefahr laufen, wie eine gewerbliche Einrichtung behandelt zu werden.
Regelung 398/91: Erwägen Sie die Anwendung dieser erleichterten Regelung für Vereine (pauschaler Mehrwertsteuersatz).
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer 2025: Ab dem 1. Januar 2025 müssen Vereine, die gewerbliche Tätigkeiten ausüben (z. B. Verkauf von Lebensmitteln/Getränken), eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer haben.
SUAP und Scia:
Genehmigungen: Beantragen Sie die Nutzung öffentlicher Flächen, Gesundheitsgenehmigungen (HACCP für Freiwillige), SIAE-Lizenzen für Musik und Alkohol.
Newsletters und soziale Medien
In der heutigen hochdigitalisierten Umgebung sind Newsletter und soziale Medien keine optionalen Instrumente mehr, sondern unverzichtbare strategische Ressourcen für den dritten Sektor. Sie ermöglichen es gemeinnützigen Organisationen, die Kluft zwischen dem Bedürfnis nach Sichtbarkeit und den oft begrenzten Ressourcen zu überbrücken, indem sie Engagement, Transparenz und Fundraising erleichtern.
Wir behandeln die häufigsten und wichtigsten zu berücksichtigenden Aspekte:
Newsletter: Loyalität und langfristige Beziehungen
Der Newsletter ist einer der effektivsten Kanäle, um direkten und ständigen Kontakt mit Spendern, Freiwilligen und Interessenvertretern zu halten.Es lohnt sich, Folgendes zu analysieren
Vertrauensbildung: Ermöglicht es Ihnen, ausführliche Geschichten zu erzählen, die tatsächliche Wirkung von Aktivitäten aufzuzeigen und personalisierte Danksagungen zu versenden, was die Transparenz erhöht.
Loyalität (Spenderbindung): Die Pflege der Beziehungen zu denjenigen, die bereits gespendet haben, ist billiger und oft effektiver als die Suche nach neuen Spendern. Der Newsletter hält die Aufmerksamkeit und Wertschätzung für die Organisation hoch.
Personalisierte Kommunikation: Im Gegensatz zu sozialen Medien erreicht die E-Mail den Empfänger direkt und ermöglicht es Ihnen, Ihr Publikum zu segmentieren und gezielte Nachrichten zu versenden.
Soziale Medien: Sichtbarkeit und Gemeinschaft
Soziale Medien (Facebook, Instagram, LinkedIn, etc.) sind der Schlüssel zur Erweiterung der Unterstützerbasis und geben Anliegen eine Stimme.
Bei der Arbeit des DZE Südtirol im Jahr 2025 haben sich Bedürfnisse herauskristallisiert, die hier aufgelistet sind:
Markenbekanntheit: Sie erhöhen die Sichtbarkeit der Marke und machen es potenziellen Unterstützern leichter, die Organisation zu entdecken.
Engagement und Community-Building: Sie ermöglichen eine direkte Interaktion, schaffen einen zweiseitigen Dialog und binden Menschen durch multimediale Inhalte ein.
Schnelligkeit und gemeinsame Nutzung: Sie ermöglichen Echtzeit-Kampagnen und erreichen ein breites (virales) Publikum zu geringen Kosten.
Schließlich betrachten wir die Integration als ein wichtiges Kommunikationssystem für die Zukunft.
Maximale Wirksamkeit wird durch die Integration von Newslettern und sozialen Medien in eine kohärente digitale Strategie erreicht.
Eine technische Diskussion ist notwendig, um ein kooperatives und wertvolles Klima zwischen den Organisationen des Dritten Sektors und der Autonomen Provinz Bozen zu schaffen.
Vorschläge in diesem Zusammenhang sind:
Soziales als „Anziehung“ und Newsletter als „Vertiefung“: Soziale Medien werden genutzt, um neue Leute aufzufangen und sie in das eigene „Ökosystem“ zu bringen (z.B. Newsletter-Abonnement), was dann Loyalität aufbaut.
Transparenz und Fundraising: Der kombinierte Einsatz dieser Instrumente ermöglicht es, die Wirkung einer Kampagne im Nachhinein aufzuzeigen, was für die Transparenz entscheidend ist, und den Unterstützern für ihre Unterstützung zu danken.
Anpassung an Trends: Im Jahr 2025 muss die Kommunikation des Dritten Sektors interaktive Inhalte (Quiz, Umfragen) und möglicherweise künstliche Intelligenz integrieren, um die Aktivitäten zu optimieren.
5. Forschung und Dokumentation = 29.000,- Euro (10.547 Euro Fun, 18.453 Extra Fun)
- Künstliche Intelligenz und ihre Auswirkungen auf den Dritten Sektor
Künstliche Intelligenz (KI) wirkt im Dritten Sektor als Katalysator für soziale Innovation, optimiert die Verwaltung von Ressourcen, Freiwilligen und Spendern, senkt die Betriebskosten und verstärkt die soziale Wirkung. Sie automatisiert sich wiederholende Aufgaben, verbessert die personalisierte Kommunikation und erleichtert die Analyse der territorialen Bedürfnisse. Die ethische und verantwortungsbewusste Annahme ist von entscheidender Bedeutung, wobei die Leitlinien auf den Schutz der Menschenwürde und die Transparenz ausgerichtet sind.
Die Integration künstlicher Intelligenz (KI) in den dritten Sektor stellt für gemeinnützige Organisationen einen strategischen Wandel dar, der ihre operative Effizienz und soziale Wirkung verändert. Bis zum Jahr 2025 werden rund 70 Prozent der Organisationen bereits generative KI-Tools einsetzen, hauptsächlich für die Kommunikation und das Fundraising.
In einem konkreten Projekt im Rahmen der Forschung und Dokumentation wurden zahlreiche Mitgliedsorganisationen des DZE Südtirol im Jahr 2025 mit dem vom DZE Südtirol beauftragten Experten Markus Falk konfrontiert, der den Nutzern und Mitgliedern des DZE Südtirol Folgendes präsentierte und veranschaulichte
Hauptanwendungen und Vorteile:
Fundraising und Spender: Datenanalyse zur Ermittlung effektiverer Fundraising-Strategien und zur Anpassung der Kommunikation.
Ressourcen- und Freiwilligenmanagement: Optimierung der Verwaltungstätigkeiten, Planung, Projektüberwachung und gezielte Rekrutierung.
Kommunikation und Marketing: Schnelle Erstellung von kreativen Inhalten und Kampagnen zur Steigerung des Engagements.
Dienstleistungen für die Nutznießer: Anpassung der Maßnahmen und Datenanalyse zur Verbesserung der Unterstützung vor Ort.
Darüber hinaus wurden aktuelle Herausforderungen und Aufgaben für den Dritten Sektor angesprochen:
Ausbildung und Qualifikationen: Die Fachleute des Dritten Sektors müssen geschult werden, um KI bewusst einzusetzen.
Ethik und Governance: Der Einsatz von KI muss den Vorschriften (z. B. ministeriellen Richtlinien) entsprechen, um Vertrauen und Einbeziehung zu gewährleisten.
Nachhaltigkeit: KI ermöglicht es, Projekte trotz begrenzter Ressourcen im Laufe der Zeit nachhaltiger zu gestalten.
Trotz der Möglichkeiten steht der KI-Sektor vor mehreren kritischen Problemen:
Qualifikationsdefizit: Bedarf an kontinuierlichen Ausbildungswegen (lebenslanges Lernen), um zu verhindern, dass die technologische Übernahme interne Ungleichheiten verstärkt.
Ethik und Governance: Das Inkrafttreten neuer KI-Vorschriften verlangt von den Unternehmen die Annahme ethischer Richtlinien zum Schutz der Daten und der Authentizität ihrer Aufträge.
Nachhaltigkeit: Die Umweltauswirkungen von KI-Modellen (Energie- und Wasserverbrauch) müssen mit den Nachhaltigkeitszielen der Organisation in Einklang gebracht werden.
Der Dritte Sektor und seine Bedeutung als Dienstleistungsanbieter
Der Dritte Sektor in der Autonomen Provinz Bozen ist heute eine tragende Säule des Wohlfahrtssystems und fungiert nicht mehr nur als Notfallnetzwerk, sondern als strategischer und struktureller Anbieter von Dienstleistungen von allgemeinem Interesse. Seite an Seite mit den öffentlichen Institutionen und dem Markt (erster und zweiter Sektor) sollte der Dritte Sektor zunehmend durch Prozesse der Ko-Planung tätig werden, um die Lebensqualität zu verbessern und auf territoriale Schwachstellen einzuwirken.
Im Folgenden werden die wichtigsten Punkte der Rolle des Dritten Sektors als Dienstleistungsanbieter aufgeführt:
Interventionsbereiche und angebotene Dienstleistungen
Der Dritte Sektor in der Autonomen Provinz Bozen deckt ein breites Spektrum an Dienstleistungen ab, die oft Bereiche betreffen, die von der Öffentlichkeit nicht erreicht werden:
Sozial- und Gesundheitsdienste: Hilfe für ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen, chronisch Kranke und häusliche Pflege (oft von sozialen Genossenschaften verwaltet).
Bildungs- und Ausbildungsdienste: Verwaltung von Kinderkrippen, Kindergärten, Bildungszentren und außerschulischen Aktivitäten.
Soziale Eingliederung und Armut: Aufnahme von Migranten, Hilfe für Obdachlose, Bekämpfung von Bildungs- und Ernährungsarmut.
Umweltschutz und Kultur: Nachhaltigkeitsprojekte, kulturelle Animation, Wiederherstellung von Gemeingütern.
Entwicklungszusammenarbeit: Internationale Projekte und humanitäre Hilfe.
Das derzeitige Modell basiert auf einem Wohlfahrtsmix, bei dem öffentliche Einrichtungen und Organisationen des Dritten Sektors zusammenarbeiten, um Dienstleistungen anzubieten.
Die Organisationsformen und Gründe dafür sind:
Sozialgenossenschaften: Hauptanbieter von Pflegediensten.
Freiwillige Organisationen und soziale Fördervereine• Sozialunternehmen: Unternehmen, die mit einer unternehmerischen Logik, aber mit solidarischen Zielen arbeiten.
Es ist anzumerken, dass sich der Dritte Sektor in einer Phase großer Veränderungen hin zu einer stärkeren Professionalisierung und Institutionalisierung befindet:
Steuerreform
Digitalisierung und Transparenz: Notwendigkeit der Hinterlegung von Jahresabschlüssen auf RUNTS, um die Transparenz bei der Verwaltung der Dienstleistungen zu gewährleisten
Zusammenfassung
Die Auswirkungen des Dritten Sektors sind nicht nur sozialer, sondern auch wirtschaftlicher Natur und stellen einen Faktor der territorialen Entwicklung dar, insbesondere bei der Bekämpfung der Entvölkerung in den Binnengebieten. Immer mehr Vereinigungen, vor allem aber Sozialgenossenschaften und Sozialunternehmen, schaffen stabile Arbeitsplätze in Bereichen mit hohem menschlichem Wert.6. Technische und logistische Unterstützung = 21.000 Euro (7.638 Euro Fun, 13.362 Extra Fun).
- Digitale Welt - die neuen Herausforderungen für den Dritten Sektor - Check up
Vereine sind seit jeher ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Südtirol. Ob Sportvereine, Kulturinitiativen, Musikgruppen oder soziale Projekte, mehr als 200.000 Tausend Menschen engagieren sich ehrenamtlich, organisieren Freizeitaktivitäten und stärken den sozialen Zusammenhalt. Allerdings haben sich die Bedürfnisse der Organisationen in den letzten Jahren stark verändert. Bürokratische Aufgaben, steigende Erwartungen an Transparenz und Professionalität sowie die Notwendigkeit, Mitglieder zu binden und neue Zielgruppen zu erreichen, prägen den Alltag der Verantwortlichen.
Gleichzeitig schreitet die Digitalisierung in allen Lebensbereichen voran - und macht auch vor der Vereinsarbeit nicht halt. Online-Tools, digitale Plattformen und spezialisierte Softwarelösungen helfen, den Verwaltungsaufwand zu reduzieren, die Kommunikation zu verbessern und Ressourcen effizienter zu nutzen. Doch wie genau verändert die Digitalisierung die Vereinsarbeit, welche Chancen eröffnen sich und wo liegen mögliche Hindernisse?
Die Herausforderungen der traditionellen Verbandsarbeit
Traditionell stützt sich die Verbandsarbeit stark auf persönliche Treffen, handschriftliche Unterlagen und lokale Netzwerke. Diese Strukturen stoßen jedoch zunehmend an ihre Grenzen:
Hoher Verwaltungsaufwand: Mitgliederlisten, Beitragserklärungen, Buchführung und das Verfassen von Protokollen erfordern Zeit und Präzision.
Kommunikationsprobleme: Informationen gehen verloren, E-Mails erreichen nicht alle Mitglieder oder werden übersehen.
Nachwuchswerbung: Junge Menschen sind digital versiert und erwarten moderne Kommunikationswege.
Bürokratische Anforderungen: Datenschutz, Finanzberichte oder die Dokumentation von Beschlüssen sind mit traditionellen Mitteln nur schwer effizient zu bewältigen.
Digitalisierung als Treiber der Verbandsarbeit
Die Digitalisierung verändert nicht nur die Arbeitsweise von Unternehmen, sondern auch die ehrenamtliche Welt der Vereine. Digitale Werkzeuge können entscheidend dazu beitragen, Vereine fit für die Zukunft zu machen.
Vorteile der Digitalisierung im Verein
1. Mehr Effizienz: Routineaufgaben wie die Mitgliederverwaltung oder der Beitragseinzug können automatisiert werden.
2. Bessere Kommunikation: Online-Plattformen ermöglichen einen direkten Draht zu den Mitgliedern, über Newsletter, Chat oder Apps.
3. Flexibilität: Sitzungen, Abstimmungen und Veranstaltungen können online durchgeführt werden.
4. Transparenz: Finanzen, Entscheidungen und Planungen können von den Verantwortlichen jederzeit eingesehen werden.
5. Attraktivität für neue Mitglieder: Ein moderner, digital organisierter Verein spricht vor allem jüngere Zielgruppen an.
Digitale Kommunikation als Schlüssel
Eine der größten Veränderungen, die die Digitalisierung mit sich bringt, betrifft die Kommunikation. Wurde früher durch Aushänge, Telefonketten oder persönliche Treffen informiert, ermöglichen heute Newsletter, WhatsApp-Gruppen oder Plattformen einen schnellen und zuverlässigen Informationsfluss.Das hat mehrere Vorteile:
Die Mitglieder fühlen sich stärker eingebunden.
Informationen sind jederzeit verfügbar.
Missverständnisse werden reduziert.
Abstimmungen und Meinungen können schnell eingeholt werden.
Herausforderungen und Grenzen der Digitalisierung
So viele Chancen die Digitalisierung auch bietet, sie ist nicht ohne Herausforderungen:1. Digitale Kluft: Nicht alle Mitglieder sind technisch versiert oder verfügen über die notwendige Ausrüstung.
2. Datenschutz: Organisationen müssen den Schutz sensibler Daten sicherstellen.
3. Kosten: Obwohl viele Tools erschwinglich sind, gibt es immer noch eine finanzielle Barriere, insbesondere für kleine Verbände.
4. Akzeptanz: Veränderungen werden manchmal mit Skepsis betrachtet, insbesondere von langjährigen Mitgliedern.
Fazit: Digitalisierung als Chance für Vereine
Vereinsarbeit heute bedeutet, Tradition und Moderne zu verbinden. Persönliches Engagement, Gemeinschaft und Ehrenamt stehen nach wie vor im Mittelpunkt, aber die digitalen Werkzeuge erleichtern die organisatorische Seite erheblich.
Die Digitalisierung ermöglicht den Vereinen
mehr Effizienz,
einen zeitgemäßen Ansatz
und eine bessere Zukunftsrentabilität.
Gleichzeitig bleibt die Herausforderung, alle Mitglieder einzubeziehen und Datenschutz und Kosten im Blick zu behalten. Wer sich jedoch frühzeitig öffnet und digitale Lösungen nutzt, verschafft seinem Verband einen entscheidenden Vorteil, sowohl für die tägliche Arbeit als auch langfristig für die Bindung und Gewinnung von Mitgliedern.Ein weiteres großes Vorhaben stellen wir im Jahr 2025 vor:
Das Projekt „ der Check-up für alle“, das eine detaillierte Momentaufnahme des aktuellen Zustands der Organisationen und ein personalisiertes Follow-up bietet, hat hervorragende Ergebnisse erzielt. Während eines Zeitraums von zehn Monaten in den Jahren 2024 2025 haben 154 der rund 450 DZE-Mitgliedsorganisationen diese Möglichkeit kostenlos in Anspruch genommen, was insgesamt 800 Beratungsstunden entspricht. Die Sitzungen fanden sowohl persönlich (53 %) als auch online (47 %) statt, was von Flexibilität und Zugänglichkeit zeugt.
Die beliebtesten Themenbereiche bei diesen Check-ups spiegeln die aktuellen Anliegen des Dritten Sektors wider:
Buchhaltungs- und Steuerfragen: 40% • Digitalisierung: 26%
Rechtsberatung: 16,5%
Strategien für aktive Freiwilligenarbeit: fast 11%
Diese Daten belegen nicht nur die Wirksamkeit des Projekts, sondern liefern auch wertvolle Erkenntnisse über die dringendsten Bedürfnisse der Vereine.
Der Erfolg des Projekts „Check up für alle“ bestätigt nicht nur die Richtigkeit des DZE-Ansatzes, sondern veranlasst auch die Einführung neuer Instrumente. So entstand die Broschüre „Empfehlungen 2025“, ein konkreter Leitfaden, der die Verbände bei aktuellen und immer wiederkehrenden Fragen begleiten soll, indem er Leitlinien und praktische Ratschläge liefert.
Darüber hinaus hat das DZE einen Bericht für die öffentliche Verwaltung erstellt, der die im Rahmen des Projekts analysierten neuen Themen und künftigen Herausforderungen zusammenfasst. Dieses Dokument wird für die Ausrichtung künftiger Politiken und Unterstützungsmaßnahmen von entscheidender Bedeutung sein und die Rolle der Freiwilligenarbeit als Pfeiler der Südtiroler Gemeinschaft weiter stärken.
Südtirol erweist sich dank der Widerstandsfähigkeit, der Proaktivität und der Innovationsfähigkeit seines Vereinswesens, das vom DZE Südtirol mit Engagement und Weitblick unterstützt wird, auf nationaler Ebene als vorbildlich.

Im Bild: Gruppenfoto von links nach rechts: Julia Hillebrand, DZE Südtirol, Ulrich Seitz, Direktor DZE Südtirol, Thomas Girotto, Steuerexperte, Vanessa Macchia, Vizepräsidentin DZE Südtirol, Sergio Bonagura, Präsident DZE Südtirol, Silvia Mastrantoni, Expertin für Ausschreibungen, Esther Degasperi, Mitglied des Vorstands DZE Südtirol, Thomas Maniacco, Experte.
Freiwilligenarbeit zwischen Herausforderungen und neuen Möglichkeiten
Zum dritten Mal in Folge wurde im Jahr 2025 ein besonderes Weihnachtskonzert mit einem sehr bekannten amerikanischen Gospelchor, diesmal mit dem Florida Fellowship Super Choir aus Miami, für die dem DZE Südtirol angeschlossenen Organisationen organisiert. Das besagte Ensemble ist bereits mehrfach für die Familie des ehemaligen US-Präsidenten Barak Obama und im Rahmen von erfolgreichen Fernsehsendungen in den USA und Europa aufgetreten. Die Resonanz auf die Einladung war überwältigend und CSV-Südtirol-Direktor Ulrich Seitz konnte eine große Anzahl von Vereinsvertretern, Freunden und Unterstützern im Cristallo-Theater in Bozen begrüßen. Die Veranstaltung war in erster Linie das Ergebnis einer intensiven Zusammenarbeit mit Lucio Paone, dem Vorsitzenden des Vereins „L‘obiettivo“.
Das zu Ende gehende Jahr ist für die Vereinswelt in Südtirol noch einmal eine sehr arbeitsreiche Zeit mit vielen bürokratischen Herausforderungen, aber auch neuen Perspektiven. Das Südtiroler Freiwilligen Service Center hat daher für das Jahr 2026 einige neue und zusätzliche Schwerpunkte in sein Serviceangebot aufgenommen, um sowohl Strukturen, die im sogenannten Dritten Sektor tätig sind, als auch solche, die außerhalb dieses Sektors agieren, noch besser fachlich unterstützen zu können. Auch wenn die Pflicht zur Mehrwertsteuerregistrierung für Vereine, die Dienstleistungen an ihre Mitglieder oder Dritte verkaufen, für viele Organisationen um 10 Jahre verschoben wurde, ist es dennoch ratsam, die entsprechenden Vorkehrungen für die sogenannten kommerziellen Dienstleistungen des Vereins zu treffen und sich bei Experten zu diesem Thema zu informieren. Das DZE Südtirol wird daher ab dem Jahr 2026 spezielle Schulungen anbieten, um rechtzeitig eventuelle Zweifel zu klären, ob in der konkreten Situation Anpassungen notwendig sind oder nicht.
Ulrich Seitz erinnert daran, dass das DZE Südtirol in diesen Wochen allen interessierten Vereinen in Südtirol einen speziellen Jahreskalender mit allen monatlichen Terminen rund um die Vereinswelt kostenlos zur Verfügung stellt. Der Kalender kann zu den Bürozeiten abgeholt werden. Ergänzt wird das erweiterte Angebot von durch eine Reihe von Kursen zu den Themen Arbeitssicherheit, Digitalisierung auf allen Ebenen, Haushaltsführung und Bilanzerstellung, mit einem speziellen Fokus auf Fundraising. Auch der neue Unternehmensleitfaden für den Dritten Sektor, der demnächst verteilt wird, kann bestellt werden.
Ulrich Seitz kann schließlich eine sehr positive Nachricht verkünden: Der Enthusiasmus für die Gründung von Vereinen in Südtirol ist und bleibt groß (ca. 60 neue Einträge im Runts-Register in den letzten 12 Monaten), während nur sehr wenige Vereine ihre Tätigkeit eingestellt haben (weniger als 10).
5.1.1 Beratung, qualifizierte Unterstützung und Begleitung
Art. 63, Absatz 2 des Kodex des Dritten Sektors: Beratung, qualifizierte Unterstützung und Begleitung, die darauf abzielen, die Kompetenzen und den Schutz der Freiwilligen in den Bereichen Recht, Steuern, Versicherungen, Arbeit, Planung, Management, Organisation, wirtschaftliche und soziale Berichterstattung, Fundraising, Zugang zu Krediten sowie Instrumente zur Anerkennung und Valorisierung der von den Freiwilligen erworbenen Kompetenzen zu stärken.Das DZE Südtirol bietet Beratungsdienste in den Bereichen Recht, Steuern, Versicherungen, Arbeit, Planung, Management, Organisation, Wirtschafts- und Sozialberichterstattung, Fundraising, Zugang zu Krediten sowie Instrumente zur Anerkennung und Valorisierung der von den Freiwilligen erworbenen Kompetenzen.
Das DZE Südtirol garantiert allen Vereinen in ihrer Provinz, unabhängig davon, ob sie bereits gegründet wurden oder noch gegründet werden, sowie allen Bürgerinnen und Bürgern, die unter Informationen benötigen oder die Absicht haben, eine organisierte Freiwilligentätigkeit aufzunehmen, kostenlose Beratungsdienste. Dank qualifizierter Mitarbeiter und eines Teams von Mitarbeitern und Experten werden Fragen von Vereinen zu administrativen, steuerlichen, rechtlichen und verwaltungstechnischen Aspekten sowie zu allen Verpflichtungen, die sie erfüllen müssen, um Transparenz und Effizienz ihrer Arbeit zu gewährleisten, beantwortet. Darüber hinaus wird auch Beratung in den Bereichen Sozialplanung und Kommunikation (grafische Unterstützung oder Pressedienst) angeboten.
Das DZE Südtirol beantwortet Steuer-, Rechts- und Versicherungsfragen. Dabei handelt es sich oft um langfristige Prozesse, bei denen die Berater, unterstützt von den DZE--Mitarbeitern, die Verbände begleiten, bis komplexe Situationen gelöst sind. Die Experten haben sich auch zunehmend für die Fernberatung als Ergänzung zum traditionellen persönlichen Gespräch entschieden.
Darüber hinaus werden kollektive Beratungen in Form von Schulungskursen zum Thema Vereinsgründung und zu den Voraussetzungen für die Gründung eines Vereins durchgeführt. Hierbei handelt es sich um eine bewährte Aktivität, die in Bezug auf die Teilnahme und die Ergebnisse stets sehr erfolgreich war; die Sitzungen fanden auch in diesem Fall sowohl in Anwesenheit als auch im telematischen Modus statt.

Auf dem Bild: der berühmte amerikanische Gospelchor Florida Fellowship Super Choir mit der Fernsehjournalistin Paola Bessega, der Präsidentin des Vereins Lapic/UVZ, Pierangela Barcheri, dem Direktor des CSV Südtirol, Ulrich Seitz, und Lucio Paone von der Organisation “L’Obiettivo”.
Wichtigste durchgeführte Aktivitäten
Vor diesem Hintergrund konzentrierte sich das DZE Südtirol auf strategische Aktivitäten, die darauf abzielen, die Diversifizierung der Finanzierungsquellen zu fördern und die Gestaltungskapazität der Organisationen zu stärken. Wir haben drei Hauptaktivitäten als Alternativen vorgeschlagen.
Maßgeschneiderte Beratungen
Die maßgeschneiderten Beratungen des Referats zielten darauf ab, die Organisationen in mehreren kritischen Bereichen mit einem praktischen und kooperativen Ansatz gezielt zu unterstützen.
Wir haben Organisationen dabei unterstützt, klare Projektideen zu definieren und sie in strukturierte und wettbewerbsfähige Vorschläge umzusetzen. Wir konzentrierten uns auf technische Aspekte wie die Formulierung von Zielen, die Planung von Aktivitäten, die Aufstellung von Budgets und die Entwicklung von Indikatoren zur Überwachung der Ergebnisse.
Die Beratung umfasste die Identifizierung von nationalen, europäischen und privaten Ausschreibungen, die mit den Zielen der Organisationen übereinstimmen. Wir unterstützten die Zusammenstellung von Anträgen, wobei wir den spezifischen Anforderungen der einzelnen Ausschreibungen besondere Aufmerksamkeit schenkten.
Herausforderungen für die Zukunft
Im Jahr 2025 wollte die Beratungsstelle die oben beschriebenen kritischen Fragen mit einem gezielten und pragmatischen Ansatz angehen, der darauf abzielt, die Fähigkeit der Organisationen zu stärken, Zugang zu neuen Formen der Finanzierung und Planung zu erhalten. Eines der Hauptziele ist der Ausbau des Netzwerks von Partnerschaften mit privaten Akteuren und Stiftungen, um ein dynamischeres und widerstandsfähigeres lokales Ökosystem aufzubauen. Es geht darum, Synergien zu fördern, die in konkrete Finanzierungsmöglichkeiten umgesetzt werden können, um die ausschließliche Abhängigkeit von öffentlichen Mitteln zu verringern.
Gleichzeitig werden Fortbildungskurse durchgeführt, die operative Instrumente und wirksame Strategien für die Sozialplanung vermitteln sollen. Ziel ist es, die Autonomie der Organisationen zu stärken und sie in die Lage zu versetzen, die Herausforderungen der Mittelbeschaffung und der Suche nach Ressourcen strukturiert und bewusst anzugehen.
Neben den bereits bestehenden Möglichkeiten stellt die Poli-Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen eine wichtige Gelegenheit dar, auch weniger strukturierte Organisationen einzubeziehen und ihnen einen schrittweisen und begleiteten Wachstumspfad anzubieten. Die Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen bietet nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern wird auch zu einem Entwicklungsinstrument für die teilnehmenden Organisationen, dank der kontinuierlichen Unterstützung durch Netzwerke, auch mit der Wirtschaft. Es ist eine Gelegenheit zur Öffnung und Aufwertung für lokale Einrichtungen, die so mit konkreter Unterstützung neue Formen der Planung erproben können.
Alles in allem war 2025 ein entscheidendes Jahr für die Konsolidierung und Stärkung alternativer Planungsstrategien, wobei der Schwerpunkt auf der Schaffung praktischer und zugänglicher Instrumente lag, die die Organisationen bei ihrer Suche nach Ressourcen und Entwicklungsmöglichkeiten zunehmend autonomer machen können.
5.1.2 Hilfsmittel und Instrumente
Gemeinnützige Organisationen sind mit einer Reihe von Herausforderungen konfrontiert, die ihre Fähigkeit, ihre Ziele zu erreichen und eine positive Wirkung zu erzielen, beeinträchtigen können.Eine der größten Herausforderungen ist die Finanzierung, da viele gemeinnützige Organisationen auf Spenden und Zuschüsse angewiesen sind, um ihre Aktivitäten und Programme zu unterstützen: Dies kann es schwierig machen, kontinuierliche finanzielle Mittel zu erhalten und die Fähigkeit der Organisation einschränken, ihre Aktivitäten zu erweitern.
Non-Profit-Organisationen können auch nur über eine begrenzte Anzahl von Mitarbeitern verfügen, was es schwierig machen kann, die Arbeitsbelastung zu bewältigen und die Ziele zu erreichen.
Darüber hinaus können gemeinnützige Organisationen mit regulatorischen und rechtlichen Herausforderungen konfrontiert sein, wie z. B. der Einhaltung von Steuer- und Arbeitsgesetzen, die komplex und zeitaufwendig sein können.
In einer Zeit, in der so viel über die Risiken der globalen Ausbreitung der generativen künstlichen Intelligenz diskutiert wird, konnten wir es nicht versäumen, uns mit diesem Thema zu befassen.
Wir versuchen zu verstehen, wie diese neue Grenze der künstlichen Intelligenz zu einem wertvollen Verbündeten für gemeinnützige Organisationen werden kann, indem sie neue Möglichkeiten für die Kommunikation, die Erstellung von Inhalten und die Optimierung interner Organisationsprozesse bietet.
Die Termine sind eine Gelegenheit, sechs kostenlose Werkzeuge der künstlichen Intelligenz vorzustellen, die bestimmte Arbeitsabläufe in gemeinnützigen Organisationen erleichtern können.
Konkret wird eine sofort einsetzbare Lösung vorgestellt, die in Organisationen integriert werden kann, um die Protokollierung von Sitzungen, Versammlungen und Anrufen zu beschleunigen.
Non-Profit-Organisationen sind ständig auf der Suche nach Möglichkeiten, ihren Einfluss und ihre Ressourcen zu maximieren.
Ein solcher Weg ist die Implementierung von Technologien der Künstlichen Intelligenz.